Whose streets - our streets (8x)
Es ist Samstag und du sitzt in deinem Zimmer.
Du fühlst dich ein weeenig alleine wie auch immer,
aber schlimmer ist, dass es wahrscheinlich so bleibt,
denn von deinen Freunden hat ja keiner mehr Zeit
oder Energie - nach der Arbeit einer Woche
hängt die ganze Scheisse meistens noch danach in deinen Knochen.
Ihr habt oft versprochen euch trotzdem zu treffen,
zum Beispiel … weil ihr Bock habt zu rappen.
Aber oft ists zu stressig und heute auch,
deswegen hängst du gerade auch enttäuscht zu Haus,
aber plötzlich kommt was komisches vor,
da kommt von irgendwo dieser Ton in dein Ohr.
Du denkst dir sofort „Alter, heftiger Shit",
unglaublich viele Stimmen mit Bässen gemischt
und was noch besser ist es wird stän-dig lau-ter.
Du hörst sofort als du das Fen-ster auf-machst.
Whose streets - our streets (8x)
So wie du haben offensichtlich Tausende gewartet.
Zum Glück ham ein Paar von den Tausenden gestartet.
Jetzt ist Party, wo man sich sonst nichmal anguckt,
eine grosse Crowd statt 28 Randgruppen.
Tanzmucke ist nur ein kleiner Teil,
MCs sind nicht mehr als nur die Feinarbeit.
Es geht um weit mehr, als einmal kurz ne geile Zeit,
Energie, die nicht kommt, wenn du alleine bleibst.
Aber einerlei : Zurück zum geschehn,
wo wir Strassen, Gebäude und Brücken einnehm,
ohne Rücksicht zu nehm auf Kameras und Zäune.
Reclaim the streets für angenehme Leute,
die begeistert aus ihren Fenstern applaudiern
bei jeder Werbetafel, die wir abmontiern.
Wir schreien laut, weil uns die Gegenwart fickt.
Guten Tag guten Tag, wir wolln die Gegend zurück.
Whose streets - our streets (8x)
Aber leider ist viel davon Privatbesitz
und der wird nun mal in diesem Staat beschützt.
Ganz egal, ob er allen unsympathisch ist
und spontane Rebellion, die mag er nicht.
Und so kommt ganz schnell, niemand wundert das,
die ein oder andere Hundertschaft,
mit ner Hundestaffel und Waffen im Anschlag,
Pfeffer und Schilden und Wasser in Panzern.
Was für ne Chance ham da paar hundert Freaks,
mit nich mehr sich zu wehrn, als ner Ladung Musik?
Ein moralischer Sieg kann sehr schmerzhaft sein,
doch aufzugeben fällt uns im ernst nicht ein.
Babylonische Klonkrieger sehn ziemlich krass aus,
so schliessen wir Ketten, drehen den Bass auf,
stehen bereit uns stark zu verteidigen
und noch ein bisschen diesen Staat zu beleidigen.
Aber diesmal haben sie sich übernommen,
weil von allen Seiten plötzlich Lärm rüberkommt.
Aus dem Kessel der Cops wird ein innerer Ring,
nach Kräften bemüht sich in Sicherheit zu bringen.
Und jeder der da war beim reclaim the streets
geht am Montag zum Job und reclaimt den Betrieb.
Ich geb zu – so leicht geht es zwar nicht,
doch beweg dich sobald du ne Gelegenheit kriegst!
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